Du bist nicht allein
Vielleicht bist du auf dieser Seite gelandet, weil du dir Sorgen um dich selbst machst. Vielleicht geht es um einen Menschen, der dir nahesteht. Oder du möchtest einfach besser verstehen, was es mit der Krankheit Depression auf sich hat.
Ganz gleich, warum du hier bist: Du bist nicht allein. Auf dieser Seite findest du erste Informationen, Hinweise auf Hilfsangebote und Anlaufstellen in Hamm.
Erste Informationen zu Depressionen
Jeder Mensch kennt Phasen, in denen es ihm nicht gut geht. Traurigkeit, Erschöpfung oder Antriebslosigkeit gehören zum Leben dazu.
Eine Depression ist jedoch mehr als eine schlechte Phase. Sie ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen kann.
Depression ist keine Frage von Willensstärke und kein persönliches Versagen. Sie kann jeden Menschen treffen – unabhängig von Alter, Beruf oder Lebenssituation.

Das sind unter anderem die Symptome:
- Anhaltende Niedergeschlagenheit
- Interessenverlust
- Schlafprobleme
- Erschöpfung
- Konzentrationsprobleme
- Hoffnungslosigkeit
Nicht jede Depression zeigt sich gleich. Die Symptome können sehr unterschiedlich sein.
Kurzer Einblick in die Zahlen
5,3 Mio.
der erwachsenen Deutschen (18-79 Jahre) sind im Laufe eines Jahres an einer unipolaren Depression erkrankt.
5–12 %
Aller Jugendlichen erkranken an einer Depression – das entspricht etwa 1–2 Schülerinnen und Schülern pro Klasse.
45%
der Menschen in Deutschland sind direkt oder indirekt von Depression betroffen – als Betroffene oder Angehörige
Woran erkennt man eine Depression?
Eine Depression zeigt sich bei jedem Menschen unterschiedlich. Häufige Anzeichen sind eine anhaltend gedrückte Stimmung, Interessenverlust, starke Erschöpfung oder das Gefühl, den Alltag nicht mehr bewältigen zu können. Auch Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, sozialer Rückzug oder körperliche Beschwerden können auftreten.
Nicht jedes Symptom muss vorhanden sein. Wenn Dich mehrere Beschwerden über mindestens zwei Wochen begleiten und Deinen Alltag spürbar beeinträchtigen, solltest Du Dir Unterstützung suchen.
Der kostenlose und anonyme Selbsttest der Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet eine erste Orientierung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose, kann aber helfen einzuschätzen, ob professionelle Unterstützung sinnvoll ist.

Der Selbsttest wird von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe angeboten und ist kostenlos sowie anonym.
Kann eine Depression jede:n treffen?
Ja. Eine Depression kann jede und jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Lebenssituation.
Bereits Kinder können an einer Depression erkranken. Auch Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen sind betroffen. Je nach Alter können sich die Symptome unterschiedlich zeigen, weshalb eine Depression nicht immer sofort erkannt wird.
Umso wichtiger ist es, Veränderungen ernst zu nehmen und sich frühzeitig Hilfe zu holen – für Dich selbst oder für einen Menschen in Deinem Umfeld.

Wie kann ich über Depression sprechen?
Allgemein
Offen über Depressionen zu sprechen hilft, Vorurteile abzubauen. Achte dabei auf eine wertschätzende Sprache. Aussagen wie „Ich bin voll depri“ oder „Reiß Dich zusammen“ können Betroffene verletzen und die Erkrankung verharmlosen.
Wenn Du selbst betroffen bist
Du musst mit einer Depression nicht allein umgehen. Sprich mit Menschen, denen Du vertraust – zum Beispiel mit Familie, Freund oder Deiner Hausärztin bzw. Deinem Hausarzt. In einer akuten Krise können Dir auch die TelefonSeelsorge oder die Johanniter-Kliniken Hamm weiterhelfen.
Wenn Du angehörig bist
Auch Angehörige sind oft stark belastet. Scheue Dich nicht, selbst Unterstützung anzunehmen – zum Beispiel durch Selbsthilfegruppen, Beratungsangebote oder vertrauensvolle Gespräche. Nur wenn Du auch auf Dich achtest, kannst Du langfristig für andere da sein.
